Wasserturm Frechen

Nach der 2006 erfolgten Dokumentation von Korrosionsschäden des in Frechen unter Denkmalschutz stehenden Wasserturms durch die Firma Rope Access Solutions wurde im Frühjahr 2007 von uns in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalschutz die Sanierung des Turmes durchführen.

Der in Frechen unter Denkmalschutz stehende Wasserturm wurde vor ca. 8o Jahren für die gebaut. Der runde Turm hat 5 Geschosse und einen halbkugelförmigen Aufbau als Wasserbehälter welcher von einer Betonkappe abgeschlossen wird. Mitte der 80er Jahre wurde der Turm im innern saniert und komplett bewohnbar gemacht. Eine Sanierung der Außenhülle wurde aber nur teilweise durchgeführt und ist jetzt schon seit mehreren Jahren geplant. Durch die schwierige örtliche Situation ist die Durchführung sehr kostspielig und bis dato nicht vorgenommen worden.

Im April 2006 wurde dann die Firma Rope Access Solutions mit den ersten nötigsten Arbeiten, Losteil- und Grünwuchsentfernung, betraut und es wurde gleichzeitig eine Schadensaufnahme des Turmes durchgeführt um daraus ein weiteres Sanierungskonzept zu entwickelt.

Durch einen ungenügenden Regenwasserabfluss konnte über Jahre hinweg Feuchtigkeit in den Rand der Betonkappe eindringen, was dann zu starker Korrosion der 16 einbetonierten Zugbänder geführt hat. Diese waren zwar ausreichend tief einbetoniert, aber durch die ständige Durchfeuchtung kam es hier zu starker Korrosionsbildung und eben einer großflächigen Ablösungen des Betons. Es mussten deshalb alle 16 Ankerpunkte großflächig und tief ausgestemmt werden, um zu verhindern, dass loses Material Personen gefährdet.

Hier fand dann im Jahr 2007 eine umfassende Betonsanierung statt. Die freigelegten Zugbänder wurden sandgestrahlt und zusammen mit der Firma Sika wurde dann ein Korrosionsschutz und Betonersatz ermittelt um einen dauerhaften Korrosionsschutz zu gewährleisten. Auch wurde in diesem Zug die Regenwasserführung und der Wasserablauf verbessert bzw. neu konzipiert so dass nun keine Regenwasser mehr in den Beton eindringen kann - die komplette Sanierungsmaßnahme konnte durch den Einsatz von Höhenarbeitern Gerüstfrei erfolgen und entspricht in ihrer Ausführung dem Stand der Technik.

Auch war der Turm stark mit Efeu bewachsen, welches entfernt werden musste. Hier zeigte sich beim Entfernen auch, dass der Efeu bereits den Blitzschutz komplett aus seinen Verankerungen gelöst hatte. Auch hatten sich vereinzelte Triebe bereits in kleine Fugenrisse verzweigt und gerade im Bereich der Spannringe war das Mauerwerk geschädigt. Darüber hinaus sind durch die andauernde Feuchte unter dem Blattwerk an den Spannringen bereits starke Korrosionsschäden entstanden.

Auch hier wurden alle durch den Efeu entstanden Beschädigungen saniert. Der Turm erhielt z.T. einen neuen Blitzschutz die Fugen des Mauerwerks wurden komplett durchgeschaut und wo nötig, wurden die Fugen ausgeräumt und neu vermörtelt und alle Spannringe wurden entrostet und mit Korrosionsschutz und neuem Endanstrich versehen.

Der Turm ist nun nach den 2007 durchgeführten Maßnahmen in einem komplett sanierten Zustand und durch die Verwendung neuster Materialien und Kenntnisse auf dem Stand der Technik, also in einem höherwertigem Zustand als zu seiner Erbauung.

Durch den Einsatz von Facharbeitern (Steinmetzmeister, Maurer, Ingeneure) am Seil konnte ein hochwertig und durch den Wegfall der exorbitanten Gerüstkosten (bedingt durch die Exponiertheit des Objekts) konnte hier eine über das übliche Maß hinausgehende Hochqualitative Sanierung durchgeführt werden, da ja die sonst anfallenden Rüstkosten in die Maßnahme fliesen konnten.


top